
Seit August 2011 bietet das St. Josef-Hospital in Bochum eine Herz-Computertomographie an. Hierfür steht uns ein moderner hochauflösender Mehrzeilen-Computertomograph (128-Zeilen Akquisition) zur Verfügung, der mit möglichst geringer Strahlenbelastung hochauflösende Bilder erstellen kann.
Diese moderne Untersuchungstechnik ermöglicht es uns, in vielen Fällen auch ohne eine Herzkatheteruntersuchung zu klären, ob unklare Brustbeschwerden durch eine Erkrankung der Herzkranzgefäße (koronare Herzkrankheit) verursacht werden. Das Herz-CT kann hochsensitiv den Verkalkungsgrad von Herzkranzgefäßen bestimmen (auch ohne ein Kontrastmittel), aber auch direkt Herzkranzgefäße (inclusive Bypässe und andere Arterien) bildlich darstellen (unter Verwendung von Kontrastmittel).
Vor der geplanten Herz-CT Untersuchung ist in der Regel ein vorbereitendes Gespräch in unserer kardiologischen Ambulanz notwendig. Hier wird besprochen, was genau geklärt werden soll, welche Erkenntnisse bereits vorliegen, ob besondere Gründe gegen eine CT Untersuchung sprechen. Voraussetzung sind vorab durchgeführt Blutuntersuchungen, da ein Kontrastmittel Nieren- und Schilddrüsenfunktion beeinflussen kann (Blutuntersuchung: Kreatinin i.S., basales TSH, nicht älter als 14 Tage).
Das vorbereitende Gespräch soll ermöglichen, nochmals das Für und Wider der CT Untersuchung abzuwägen und die Indikation zu bestätigen. Das vorbereitende Gespräch kann entfallen, wenn ein Kardiologe sie bereits untersucht hat, und die Indikation für diese Untersuchung gestellt hat. In diesem Fall sollte aus organisatorischen Gründen die Abnahme der Blutwerte durch den Kardiologen bzw. den Hausarzt organisiert werden.
Wir bitten Sie, etwa 30 Minuten vor dem geplanten Untersuchungstermin zur Anmeldung in unseren Computertomographie-Räumlichkeiten (MVZ Radiologie, ausgeschildert im Josef-Carree des St. Josef-Hospitals) oder in der Kardiologie einzutreffen. Der genaue Ort wird Ihnen bzw. Ihrem Kardiologen bei der Terminvereinbarung mitgeteilt.
Da ein zu hoher Puls die Bildqualität beeinträchtigt, werden bei einigen Patienten Medikamente zur Herzfrequenzsenkung über einen Venenzugang verabreicht. Zur Erweiterung der Herzkranzgefäße wird Ihnen in der Regel Nitroglycerin-Spray unter die Zunge gesprüht. Das für die Untersuchung notwendige Kontrastmittel wird über den venösen Zugang (meist in der Armbeuge) injiziert. Die eigentliche Untersuchung des Herzens dauert nach diesen Vorbereitungen nur wenige Minuten. Wir möchten Sie bitten, während der Untersuchung auf die Atemanweisungen zu achten:
Einatmen - Die Luft anhalten -
Soll „nur“ eine Verkalkung im Bereich der Herzkranzgefäße nachgewiesen werden, wird keine Kontrastmittelgabe benötigt. Sollen jedoch die Herzkranzgefäße (und/oder Bypässe) selbst dargestellt werden (ähnlich wie bei einem Herzkatheter), ist eine Injektion von Kontrastmittel notwendig. Im Gegensatz zu einem Herzkatheter wird das Kontrastmittel über eine Vene (zum Beispiel in der Armbeuge) und nicht über eine Arterie verabreicht.
Sollten bei Ihnen Erkrankungen der Schilddrüse, der Nieren und Allergien gegen Kontrastmittel bekannt sein, muss dies unbedingt in dem Vorbereitungsgespräch angesprochen werden.
Die Befundung erfolgt gemeinsam durch jeweils einen erfahrenen Kardiologen und Radiologen. Auch müssen alle vorhandenen Befunde in einer Zusammenschau bewertet und ggf. diskutiert werden. So kann es vorkommen, dass das Ergebnis der Untersuchung nicht sofort verfügbar ist, insbesondere wenn spezielle Fragestellungen zu klären sind. Wir sind bemüht, Ihnen das Ergebnis schnellstmöglich mitzuteilen.
Wir werden auf Wunsch gerne das Ergebnis in der kardiologischen Ambulanz nachbesprechen, alternativ kann Ihnen der zuweisende Arzt, der den Befund schriftlich erhält, Auskunft erteilen und mit Ihnen über das weitere Vorgehen beraten.
Sollten Sie Fragen haben, zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren. Wir stehen Ihnen gerne zur Verfügung.
Ihr Team des Herz-CT
Anmeldung zu einem Vorgesprächin der Kardiologischen Ambulanz
Sekretariat Klinik für Kardiologie
(Direktor: Prof. Dr. med. A. Mügge)Tel.: 0234-509-2301 oder -2302
Ansprechpartner:
Prof. Dr. med. A. Mügge, Direktor der Klinik für KardiologieJun.-Prof. Dr. med. D. Bulut, Oberarzt der Klinik für Kardiologie
Direkte Anmeldung zum Herz-CT
Vorgespräch hat anderweitig stattgefunden
(MVZ Radiologie)Tel.: 0234-509-5260
Ansprechpartner:
C. Büschleb, Ltd. Arzt des MVZ Radiologie.


